Tipps vom Team:
- Reise zwischen Juni und September: Nur in diesem Zeitraum sind die oft über 3.000 m hohen Pässe schneefrei.
- Gewöhne dich langsam an die Höhe: In den ersten Tagen geht es schnell bergauf. Lass dir Zeit, trink viel Wasser und hör auf deinen Körper.
- Ein 4×4 ist unverzichtbar: Mehrere Etappen, etwa der Anstieg zum Song-Kul, führen über unbefestigte Pisten in großer Höhe.
- Prüfe deine Visabestimmungen: Für touristische Aufenthalte von weniger als 30 Tagen brauchst du kein Visum, die Bedingungen hängen jedoch von deiner Staatsangehörigkeit ab.
- Buche deine Flüge frühzeitig: Achte schon bei der Buchung darauf, dass dein Flug mit dem Ablauf deines Roadtrips übereinstimmt.
Roadtrip durch Kirgisistan: die komplette Route in 10 Tagen
Wie entdeckt man Kirgisistan am besten? Bei Kyrgyzstan Nomads glauben wir, die Antwort zu kennen. Unsere 10-tägige Route wurde vor Ort gemeinsam mit Einheimischen ausgearbeitet und führt dich über fast 1.500 Kilometer durch die schönsten Winkel des Landes. Vorbei an schwindelerregenden Bergpässen, einem auf 3.000 Metern Höhe gelegenen See, roten Felsformationen und einem tausend Jahre alten Minarett.
Das ist kein Roadtrip, bei dem du die Landschaft aus einem klimatisierten Bus bestaunst: Du sitzt selbst am Steuer deines eigenen 4×4. Jeden Abend erwarten dich eine Jurte, ein Gästehaus oder ein Hotel und oft Gastgeber, die dich mit offenen Armen empfangen.
Hier findest du die komplette Route, Etappe für Etappe, entlang der schönsten Landschaften Kirgisistans.
Tage 1–2: Bischkek und der Too-Ashuu-Pass
Die Reise beginnt in Bischkek, der grünen und überraschend entspannten Hauptstadt Kirgisistans. Auf dem Osch-Basar tauchst du direkt in die lokale Küche ein, zwischen Trockenfrüchten und salzigen Joghurtbällchen. Auf dem Ala-Too-Platz steht die Statue von Manas, dem legendären Helden des gleichnamigen Epos. Auf dem Siegesplatz brennt unter einem graniternen, jurt-förmigen Bogen eine ewige Flamme.
Am zweiten Tag legst du weitere 200 Kilometer zurück und überquerst den Too-Ashuu-Pass auf 3.586 Metern Höhe. Ein in den 1960er-Jahren gebauter, 2,8 Kilometer langer Tunnel macht die Überquerung deutlich sicherer. Nahe dem Gipfel liegen die Sulutor-Seen, zwei kleine Gletscherseen, die nur selten von Touristen besucht werden und über einen kurzen Fußweg miteinander verbunden sind. Am Ende des Tages erreichst du Kyzyl-Oi, ein ursprüngliches Dorf auf 1.800 Metern Höhe im Tal des Flusses Kökömeren. Dort übernachtest du bei einer einheimischen Familie.
Tage 3–4: Song-Kul, das Herz der nomadischen Kultur
Durch die beeindruckenden Schluchten von Kökömeren und vorbei am abgelegenen Ak-Kol-See geht es weiter hinauf zum Moldo-Ashuu-Pass auf fast 3.350 Metern Höhe. Die Landschaft verändert sich komplett: Die trockenen Hügel weichen alpinen Weiden, und du spürst bereits die Nähe zur nomadischen Welt von Song-Kul.
Der See auf über 3.000 Metern Höhe ist wohl der bekannteste Stopp jeder Rundreise durch Kirgisistan. Keine Bäume, keine Dörfer, nur endlose Wiesen, auf denen nomadische Familien im Sommer ihre Herden weiden lassen. Du verbringst zwei Nächte in einer Jurte direkt am Wasser. Tagsüber kannst du optional einen zweistündigen Ausritt unternehmen oder nach Tash-Tulga wandern. Dort liegen neun archäologische Steinkreise aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., die einst als rituelle Feuerstellen dienten. Auch der unterhalb des Teskeytorpo-Passes versteckte Wasserfall Kazhyr Ty ist ein beliebter Zwischenstopp.
Bei Kyrgyzstan Nomads ist Song-Kul fester Bestandteil der Reiseroute, und das nicht ohne Grund: Nirgendwo sonst bekommst du einen so unmittelbaren Eindruck vom nomadischen Leben in Kirgisistan.
Tage 5–6: Von Song-Kul über Issyk-Kul nach Karakol
Nach Song-Kul geht es über den Kalmak-Ashuu-Pass (3.400 Meter) hinunter zum Issyk-Kul. Der See liegt auf 1.600 Metern Höhe und gehört zu den größten Bergseen der Welt. In Cholpon-Ata am Nordufer befindet sich die Pferderennbahn, auf der während der World Nomad Games Tausende Zuschauer den Kok-Boru, den Nationalsport zu Pferd, verfolgen. Entspann dich anschließend in den örtlichen heißen Quellen, deren Wasser bis zu 43 °C erreicht, oder entdecke die jahrtausendealten Petroglyphen im Freilichtmuseum.
Anschließend führt die Straße am Ufer des Issyk-Kul entlang in Richtung Karakol, einer kleinen Stadt am Fuß des Tian Shan. Besuche dort die 1895 erbaute Holzkirche der Heiligen Dreifaltigkeit und die farbenfrohe Dungan-Moschee, die zwischen 1907 und 1910 ganz ohne Nägel oder Schrauben errichtet wurde. Wenn du etwas Zeit hast, eignet sich das Altyn-Arashan-Tal für eine etwa fünfstündige Wanderung am Arashan-Fluss entlang.
In Karakol kannst du optional auch einer Vorführung der Adlerjagd beiwohnen. Diese jahrhundertealte Kunst, Burkutchy genannt, wird von Generation zu Generation weitergegeben und gehört bis heute zu den bekanntesten Traditionen der Steppen Zentralasiens.
Tag 7: Jeti-Ögüz, die Barskoon-Wasserfälle und der Skazka-Canyon
Dieser Tag zeigt eindrucksvoll, wie abwechslungsreich ein Roadtrip durch Kirgisistan sein kann. Der erste Halt ist Jeti-Ögüz, die „sieben Stiere“: markante rote Felsformationen, die der Legende nach versteinerte Stiere darstellen. Danach geht es zu den Wasserfällen von Barskoon, die in einem grünen Tal liegen, und weiter zum Skazka-Canyon, wörtlich „Märchencanyon“. Dort haben Wind und Wetter den roten Sand zu einer Landschaft geformt, die direkt aus einem Märchenbuch stammen könnte.
Der Tag endet in Bokonbayevo, wo du die Nacht in einem Jurtenlager am See verbringst.
Tag 8–10: Canyons, Rafting und der Burana-Turm
Auf dem Weg ins Chon-Kemin-Tal durchquerst du eine Reihe trockener, farbenfroher Schluchten: den Aksai-Canyon, den Kok-Moynok-Canyon, der an den amerikanischen Antelope Canyon erinnert, und den Konorchek-Canyon mit seinen Felsformationen, die an das Death Valley erinnern. Wer den Nervenkitzel sucht, kann optional an einer Rafting-Tour auf dem Fluss Tschu teilnehmen. Dort erwarten dich Stromschnellen der Schwierigkeitsgrade 2 bis 4.
Die letzte Station vor Bischkek ist der Burana-Turm, der Rest eines Minaretts aus dem 11. Jahrhundert. Er steht nahe der untergegangenen antiken Stadt Balasagun, die einst ein wichtiger Halt an der Seidenstraße war. Ursprünglich war der Turm etwa 45 Meter hoch, heute sind es aufgrund von Erdbeben nur noch rund 25 Meter. Unterwegs kommst du außerdem am Wasserfall von Kegeti vorbei. Er ist über 20 Meter hoch und liegt inmitten von Kiefernwäldern, in denen Pferde grasen.
Praktische Tipps für diesen Roadtrip durch Kirgisistan
Gesamtdistanz: knapp 1.500 km verteilt auf 10 Tage.
Beste Reisezeit: von Juni bis September, wenn die hoch gelegenen Pässe schneefrei sind.
Fahrzeug: Ein Allradfahrzeug ist unverzichtbar. Mehrere Pässe liegen über 3.000 Meter hoch, und die Straßen sind dort oft nicht asphaltiert.
Höhenlage: Lass es in den ersten Tagen in großer Höhe ruhig angehen und trink ausreichend Wasser.
Visum: Für touristische Aufenthalte von weniger als 30 Tagen ist kein Visum erforderlich.
Unterkünfte: Eine Mischung aus Hotels, Gästehäusern und Jurtenlagern, alles im Voraus reserviert und inklusive.
Wenn du mit Kyrgyzstan Nomads reist, musst du nichts selbst planen: Ein Allradfahrzeug, ein detailliertes Roadbook mit der kompletten Route und den Unterkünften für jede Etappe sind bereits inklusive. Außerdem kannst du ganz einfach Flüge buchen, die perfekt zu deinem Reiseprogramm passen. Um deine übrigen Ausgaben zu kalkulieren, lies unseren Artikel Welches Budget solltest du für einen Roadtrip durch Kirgisistan einplanen?
Bereit für deinen Roadtrip durch Kirgisistan?
Von einem Bergpass auf 3.586 Metern Höhe zu einem See, an dem du abends von Tausenden Sternen umgeben bist: Diese Route zeigt Kirgisistan von seiner besten Seite. Ein Roadtrip durch Kirgisistan entlang dieser Etappen führt dich durch Landschaften, die du nirgendwo sonst findest. Mit Kyrgyzstan Nomads fährst du die komplette Route selbst, vom ersten Kilometer in Bischkek bis zur letzten Jurte am Ufer.
Alles, was du vor deiner Abreise wissen musst, wann du am besten reist, was du unternehmen kannst und wohin du fahren solltest, findest du in unserem ultimativen Roadtrip-Guide für Kirgisistan.
Diese Route ist vor Ort entstanden, gemeinsam mit Menschen, die jeden Pass, jeden Weg und jede Gastfamilie entlang der Strecke kennen. Das Ergebnis: eine Reise, die dich weit abseits der ausgetretenen Pfade führt, ohne dass du dich um die Organisation kümmern musst.
Lust, dieses Abenteuer selbst zu erleben? Entdecke den Roadtrip von Kyrgyzstan Nomads und die nächsten Abreisetermine.